Ein Tag in...
Auf der Straße zu Hause:
Die als heilig vereehrten Kühe in Bengaluru
Ein Tag in Bengaluru
Textauszug: 8.30 Uhr: Kuh vadis?
Auf den Straßen herrscht Anarchie. Verkehrszeichen und Fahrbahnen sind in Bengaluru, was so viel wie „Stadt der gekochten Bohnen” heißt, bedeutungslos. Jeder Richtungswechsel wird mit Hupen angekündigt. Und die Richtung wird häufig gewechselt. Wie Slalomstangen umkurven Autos freilaufende Kühe. Aber ich folge ihnen. Die Paarhufer wissen schon, wo es etwas zu essen gibt. An der Palace Road werde ich fündig. Im 1498 AD genieße ich ein üppiges Frühstück, während die Kühe im Vorgarten die Blumenbeete abknabbern.
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Auf den Straßen und auf dem Sockel zu sehen:
Der Trabbi, die Rennpappe aus Zwickau.
Ein Tag in Zwickau
Textauszug: 9 Uhr: Hallööö, Erich!
Keine Frage, die DDR lebt. Hinter dem spätgotischen Gewandhaus, dem heutigen Theater, ragen an der Nicolai- und Katharinenstraße mächtige Plattenbauten gen Himmel. Gegenüber dem Hauptdom wird Pferdefleisch feilgeboten. Trabbis knattern über den Haupt- und Kornmarkt. Am Georgenplatz wurde der ostdeutschen Rennpappe sogar ein Denkmal gesetzt. Und überall wimmelt es von Sachsen, was daran liegen mag, das Zwickau in Sachsen liegt. „Hallöööö!“ klingt es hier. „Zwo Öro zwönzig“ dort. Na jö, nach zwö, drö Jahren geht einem der Dialekt bestimmt in Fleisch und Blut über. Aber ich bleibe ja nur önen Tag.
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Kuscheln mit Kängurus:
Im Cairns Tropical Zoo eine Selbstverständlichkeit.
Ein Tag in Cairns
Textauszug: 8.30 Uhr: Pazifik planschen
Das wird im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz tierischer Tag. Mit dem Katamaran (www.reefmagiccruises.com) geht es von der Cairns Marina hinaus zum Schnorcheln ans Great Barier Reef. Mit dem Kopf halb unter Wasser klingen die eigenen Atemgeräusche ein bisschen wie in einem Horrorfilm, wenn der Leinwandheld im Dunkeln von einem schnaufenden Massenmörder verfolgt wird. Gleichzeitig hat das Ganze etwas Beruhigendes. Der sympathischste unter den vielen bunten, schuppigen Zeitgenossen im größten Aquarium der Welt ist Marvin.
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Biertrinken in Fukuoka:
Es muss nicht immer jeans und T-Shirt sein...
Ein Tag in Fukuoka...
Textauszug: 8.00 Uhr: Härtest auf Strohmatten
Von wegen Schlafromantik im Yamamoto Ryokan (www.japaneseguesthouses.com). Alles tut weh. Ein Nachtlager auf Strohmatten und dünnem Futon ist nicht gerade entspannend, eher eine Härtetest mit Bodenhaftung. Andererseits ist hier das Original-Japan-Feeling im Preis von 10.000 Yen inbegriffen. Warum muss man auch so groß und schwer sein?
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Einkaufen in Montréal:
Damit die Elche nicht aufs (Auto-) Dach steigen...
Ein Tag in Montréal
Textauszug: 8 Uhr: Bagelfreuden
Restaurants gibt es in der Avenue du Mont Royal zuhauf. Doch keines ist wie das St. Viateur (www.stviateurbagel.com). In dem Kultcafé gibt es die angeblich besten Bagel der Welt. Was durchaus sein kann. Auf jeden Fall sind sie echte Leckerschmecker.
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Nervenkitzel der besonderen Art:
Der Skywalk auf dem Macau Tower.
Ein Tag in Macau
Textauszug: 8 Uhr: Luftschneiden
Das Frühstück fällt aus. Schließlich will ich mich wie einer von ihnen fühlen. Also geht es direkt in den Lou Lim Leoc Garden von Macau, dem ehemaligen portugiesischen Verwaltungsgebiet rund 60 Kilometer westlich von Honkong. Zwischen Bonsai und Bambus zerschneiden hier Alte und Junge im Zeitlupentempo mit Händen, Armen und Beinen die Luft. Tai-Chi heißt das Ganze und soll unheimlich entspannend sein. Bei mir wirkt es nicht. Vielleicht bin ich zu angespannt, weil ich versuche, die Chinesen zu kopieren. Sonst kopieren die doch immer uns.
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Wahrzeichen der Kulturhauptstadt 2010:
Zeche Zollverein in Essen.
Ein Tag in Essen
Textauszug: 9 Uhr – Frühstück im Mutterleib
Zum Frühstück geht es in den Mutterleib zurück – zumindest farblich erinnert im Rüttenscheider Miamamia alles an Mamas Bauch: Warmes braunbeige mit liebvollem pink. Überall stehen Kinderwagen rum. Ich beschließe, nachzuschlagen, auf welchem Platz das Szeneviertel in der Liste der fruchtbarsten Stadtteile Deutschlands liegt. Ich vermute auf Platz zwei, gleich hinter dem Prenzlauer Berg in Berlin.
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Unverkennbar königstreu:
Die Bewohner der Belfaster Shankill Road.
Ein Tag in Belfast
Textauszug: 8.30 Uhr - Bombenstimmung
Ein bisschen mulmig war mir während der Nacht schon, schließlich zeichnet sich das Hastings Europa Hotel in Belfast durch eine Besonderheit aus, die mich nachdenklich die Lippen spitzen lässt: Es ist das meist bombardierte Hotel der Welt! 30 Anschläge hat es überstanden. Gleichwohl herrscht beim Frühstück Bombenstimmung.
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Eines der Wahrzeichen von Edinburgh:
Das Scott Monument.
Ein Tag in Edinburgh
Textauszug: 9 Uhr – Schriftsteller von oben
Endlich geht es auch für mich hoch hinaus. Genauer gesagt, 287 Stufen. Leichter kann man das üppige Scottish Breakfast mit Ei, Speck und Würstchen kaum abtrainieren. Ich steige Sir Walter Scott förmlich aufs Haupt und genieße den Blick auf Schottlands Hauptstadt, während der geistige Vater von „Ivanhoe“ fast 45 Meter unter mir auf seinem Marmorsockel hockt und darüber nachzudenken scheint, warum Touristen aus aller Welt auf seinem Denkmal rumklettern dürfen.
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