Spanien
100 Jahre Gran Via
Textauszug: Paris hat die Champs-Élysées, New York die Fifth Avenue, Berlin die Straße Unter den Linden, London die Oxford Street. Das spanische Gegenstück zu diesen Prachtstraßen ist die Gran Via in Madrid. Und während die High Society in Paris, Berlin oder London schon lange über die großzügig angelegten Boulevards flanierte, bestimmten noch Anfang des 20. Jahrhunderts in Madrid die kleinen, verwinkelten Gassen zwischen der Puerta del Sol und Salamanca und Argüelles, den Wohnviertel der Reichen, das Stadtbild. Es sollte bis zum 4. April 1910 dauern, ehe der spanische König Alfonso XIII. mit einem symbolischen Pickelschlag an der Calle de Alcalá den ersten Spatenstich für den Bau der Gran Via gab.
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Imposant und gigantisch:
Der Palacio Real, der königliche Palast in Madrid.
Madrid - Palast ohne König und Götter in Weiß
Textauszug: Die königliche Familie ist hier schon lange nicht mehr zu Hause. Sie bewohnt seit 1962 den Palacio de la Zarzuela, ein Schloss in den Bergen von El Pardo. Lediglich zu offiziellen Anlässen und Empfängen nutz Juan Carlos den königlichen Palast im Herzen der spanischen Hauptstadt noch. Gleichwohl ist der Besuch des königlichen Palastes einer der Höhepunkt eines jeden Madridbesuches. Denn der Palacio Real ist ein Stadtschloss der Superlative. Der neoklassizistische Prachtbau aus dem 18. Jahrhundert verfügt über 2.800 Zimmer auf sechs Etagen.
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Singende Kellner
sorgen in Madrid für einmaliges Ambiente.
Tapas, Tenöre, tolle Töne
Textauszug: Kellner in Madrid sind anders. Keine Frage. Da fungierten vor einigen Jahren ehemalige Strafgefangene in einem Restaurant, das von einem Geistlichen betrieben wurde, als Ober. Im Schatten der Oper erhielten Ex-Knackis als Servicekräfte eine neue berufliche Chance. Die populäre Gaststätte, die von Pfarrer Luis de Lezama gegründet wurde, heißt nicht etwa Café Viereck, obwohl die gestreiften Sitzpolster ein wenig an die staatliche Verwahranstalt mit den Gittern vor den Fenstern erinnert, sondern Taberna del Alabardero. In anderen Restaurants sind die Kellner im wahrsten Sinne des Wortes tonangebend, stellen selbst die größten kulinarischen Genüsse in den Schatten.
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Begeistert Groß und Klein:
Das Estadio Santiago Bernabéu in Madrid.
Bernabéu-Stadion: Der Hauch der großen Fußballwelt
Textauszug: Wenn die Steine reden könnten, wüssten sie so manche Geschichte aus der Welt des Fußballs zu erzählen. Geschichten von Triumphen, von Sternstunden, aber auch Geschichten von tragischen Momenten und schmerzlichen Niederlagen. So etwa vom Finale der Weltmeisterschaft 1982, als sich Fußball-Deutschland zum dritten Mal anschickte, nach 1954 und 1974 den globalen Kicker-Thron zu besteigen - vergebens. Der Traum zerplatzte wie eine Seifenblase. Die DFB-Elf um Trainer Jupp Derwall wurde im Endspiel mit 1:3 von Italien gedemütigt. Doch dies ist nur eine von vielen Momentaufnahmen aus einer Arena, in der Legenden geprägt und Helden geboren wurden: Das Estadio Santiago Bernabéu in Madrid gilt als einer der bedeutendsten europäischen Fußballtempel.
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